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Wohnraummiete – Kosten für die Zusendung einer Belegkopie

(LG Frankfurt a.M., Urt. v. 25.02.2015 – 2-11 S 182/14)

Was muss ein Mieter für die Zusendung einer Belegkopie zur Prüfung der Betriebskostenabrechnung zahlen?

Im vorliegenden Fall hatte die Mieterin einer preisgebundenen Wohnung gemäß § 29 Abs. 2 NMV ca. 1000 Belege in Kopie angefordert. Sie war der Meinung, dass ein Preis von 0,15 € je Kopie angemessen sei.

Wie schon die Vorinstanz hält auch das Landgericht Frankfurt einen Betrag von 0,25 € je Kopie für angemessen. In diesem Preis sind nicht nur die reinen Kopierkosten sondern auch der Personalaufwand mitberücksichtigt.
Diese Kosten von 0,25 € je Kopie werden auch bei nicht preisgebundenem Wohnraum überwiegend für angemessen erachtet. Allerdings hat der Mieter nicht preisgebundenen Wohnraums nur ausnahmsweise einen Anspruch auf Übersendung von Belegkopien. Grundsätzlich hat er nur einen Anspruch auf Einsichtnahme der Unterlagen vor Ort (d.h. beim Vermieter oder Verwalter), wo er sich aber wiederum Belegkopien selber anfertigen oder vom Personal anfertigen lassen kann.

Die Kosten für eine Belegkopie von 0,25 € gelten auch für einen Wohnungseigentümer, der die Jahresabrechnung des WEG-Verwalters überprüfen will.